Das Team des Projektes ist interdisziplinär aufgestellt und vereint Perspektiven aus den Literaturwissenschaften, der Medizingeschichte und der Medizinethik. Das Team arbeitet sowohl mit exemplarischen wie empirischen Ansätzen und wird von den drei Antragssteller:innen geleitet, welche jeweils eine Perspektive vertreten.

Martina King
(PI Kulturgeschichte und LIteraturwissenschaft)
Martina King ist Professorin an der Universität Freiburg und Inhaberin des Lehrstuhls für Medical Humanities. King hat einen Hintergrund in Medizin, deutscher Literatur und Medizingeschichte. Mit Schwerpunkt auf literarischen und medizinischen Texten sowie historischer Medienkultur veröffentlichte sie 2021 das Buch Das Mikrobielle in der Literatur und Kultur der Moderne. Zur Wissensgeschichte eines ephemeren Gegenstands (1880–1930); seit 2023 leitet King zudem das SNF – Projekt: ‘Medikale Räume in der Erzählliteratur des langen 20. Jahrhunderts’.

Ralf J. Jox
(PI Ethik)
Ralf J. Jox is professor for medical ethics at the institute of Humanities in Medicine at the University of Lausanne as well as the University Hospital of Lausanne (CHUV). Jox has studied medicine as well as philosophy. He is the current director of the Insitute and leads the Unité d’éthique clinique at the CHUV. Currently Jox is researching about Understanding altruism at the end of life.

Felix Rietmann
(PI Geschichte)
Felix Rietmann ist vom SNF geförderter Assistenzprofessor am Institut des Humanités en Médecine der Universität Lausanne (SNSF Starting Grant) im Bereich Medizingeschichte mit den Schwerpunkten Geschichte der Pädiatrie und Geschichte der Pharmazeutika. Rietmann hat einen Hintergrund in Medizin und Geschichte. Er leitet eine Forschungsgruppe mit dem SNSF-Starting-Grant-Projekt mit dem Titel Pediatric Drugs since 1945: From Local Practice to Global Politics.

Angela Gencarelli
(Senior Researcher Kulturgeschichte und LIteraturwissenschaft)
Angela Gencarelli ist Senior Researcherin an der Universität Freiburg. Sie ist Expertin für interdisziplinäre und transmediale Narratologie, Narrative in der Wissenschaft und Praxeologie von Genres. Bevor sie sich dem Arztbrief-Projekt anschloss, hatte sie Forschungsstellen in Germanistik und Kulturwissenschaften an den Universitäten Graz, Lüneburg, Bonn, Frankfurt und Florenz inne.

Agnes Kandlbinder
(Postdoc Ethik)
Agnes Kandlbinder hat an der Universität Zürich in angewandter Ethik promoviert. Ihre Fachgebiete sind Moralphilosophie, insbesondere ethische Innovation und Technologieentwicklung, sowie Fragen der Gerechtigkeit gegenüber betroffenen Bevölkerungsgruppen. Zuvor war sie im Bereich der Rehabilitationsmedizin tätig. In diesem Projekt untersucht Agnes normative Aspekte von Entlassungsbriefen aus Krankenhäusern und mögliche Veränderungen in der Beziehung zwischen Patienten und Leistungserbringern, die durch den Einsatz von KI hervorgerufen werden.

Jasmine Lovey
(Postdoc Geschichte)
Jasmine Lovey ist Postdoktorandin an der Universität Lausanne (CHUV). Derzeit schließt sie ihre Doktorarbeit über Les enfants au coeur de la vaccination antivariolique. Entre les prémices d’une organisation sanitaire et expériences vaccinales au début du 19e siècleIn dem Projekt konzentriert sich Lovey auf die Sozialgeschichte des Arztbriefes

Tom Behrendt
(Doktorand Kulturgeschichte und LIteraturwissenschaft)
Tom Behrendt ist Doktorand mit Interesse an der (Kultur-)Geschichte der Wissenschaft und Medizin. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Philosophie und absolvierte seinen Master in Kulturgeschichte und -theorie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Amsterdam. Zwischen 2019 und 2024 arbeitete Tom sowohl an der Humboldt-Universität als auch am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. In seinem aktuellen Promotionsprojekt untersucht Tom die Entstehung, Entwicklung und Etablierung des Krankenhausentlassungsbriefes zwischen 1900 und 1970. Durch die systematische Analyse von Patientenakten aus Schweizer Krankenhausarchiven rekonstruiert das Projekt die Entwicklung dieses zentralen medizinischen Dokuments von einer informellen Briefkorrespondenz zu einem hochstilisierten klinischen Schreibsystem und zeigt, wie der Entlassungsbrief zur Weitergabe und Produktion von medizinischem Denken und Wissen beigetragen hat.

Sophie Püchel
(Doktorandin Ethik)
Sophie Püchel studied Philosophy with Linguistics and Phonetics at the University of Cologne, where she completed her Master’s with a focus on ethics. As part of this program, Sophie spent an exchange semester in Paris, specializing in medical ethics. In addition, she successfully completed the Research Master’s Program of the Faculty of Arts and Humanities at the University of Cologne. As a PhD student with Prof. Ralf Jox in the SNF project „Der Arztbrief“ Püchel untersucht die ethischen Dimensionen dieses standardisierten medizinischen Genres – von seiner historischen Entwicklung bis hin zu aktuellen Herausforderungen durch Digitalisierung und KI-gestützte Kommunikation. Darüber hinaus engagiert sie sich für die wissenschaftliche und öffentliche Verbreitung unserer Forschungsergebnisse.

Frédéric Mader
Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in
Frédéric Mader ist wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in im Projekt zum Entlassungsschreiben. Frédéric arbeitete mit Felix Rietmann im Projekt: Raising a well grown childFrédéric absolviert derzeit den Master an der Universität Zürich und studiert Zeitgeschichte und Gender Studies (Universität Bern). Maders Forschungsgebiete umfassen die Transgeschichte der Schweiz und die Medizingeschichte der Schweiz sowie die Wissensgeschichte im weiteren Sinne, insbesondere unter Einbeziehung globaler und postkolonialer Rahmenbedingungen.